Power Rangers – So machen Reboots Spaß!

Power Rangers im Anzug
Man erinnert sich vielleicht an die frühen 90er. Kinder waren fasziniert dieser Serie über Teenager, die nach der Schule noch als Superhelden die kleine Stadt Angel Grove beschützten. Dabei waren die Figuren stereotyp, die Handlung repetitiv und simpel und die Moral meistens mit dem Vorschlaghammer vermittelt. Ergänzt wurden die farbenfrohen Superhelden um lächerliche Antagonisten, vor allem jedoch um eine breite Palette an Spielzeug. Die Rede ist natürlich von den Power Rangers, die 2017 ihren zweiten Kinofilm spendiert bekommen. Dieser soll die Marke revitalisieren, wie es Michael Bay bereits bei Transformers geschafft hat.

Die Geschichte orientiert sich dabei lose an den Morphin Power Rangers. Durch eine Reihe von Zufällen finden fünf grundverschiedene Jugendliche gemeinsam verschiedene Steine, die ihnen übernatürliche Kräfte verleihen. Doch auch die böse Rita Repulsa taucht in Angel Grove auf und versucht mithilfe ihrer Handlanger und der gigantischen Kreatur Goldar der Stadt einen geheimen Schatz zu entreißen. Mehr muss man von der Geschichte nicht wissen, um sich auf eine stumpfe und vorhersehbare Handlung einzustellen. In den 90 Minuten Power Rangers durchleben wir die Ausbildung der Jugendlichen zu ebenjenen Superhelden, damit sie am Ende Rita Repulsa bekämpfen können.

Power Rangers und Diversity

Dabei ist es von Vorteil, dass die Charaktere zwar wieder recht eindimensional daherkommen, aber an die heutige Zeit angeglichen wurden. Sei es der homosexuelle gelbe Ranger, oder der dezent autistische blaue Ranger. Die Charaktere sind diverser geworden. Da hilft es weiter, dass der Film sich Zeit lässt die Charaktere einzuführen. So entwickeln wir Sympathien für Figuren, die eigentlich nicht mehr als bloße Abziehbildchen sind. Das liegt auch am soliden, bis sehr guten, Schauspiel der jungen Darsteller. Einzig der schwarze Ranger fällt etwas raus und wirkt gerade zu Beginn nervig und unausgegoren. Dass Bryan Cranston (Godzilla) seine Verbindung zur Marke Power Rangers wieder aufleben lässt und den Zordon spricht, ist lediglich das Sahnehäubchen für den gut ausgewählten Cast. Elizabeth Banks (Tribute von Panem) schafft es der lächerlichen Figur der Rita Repulsa einen dunkleren Einschlag zu verpassen und überrascht damit auf ganzer Ebene.

Power Rangers ohne Anzug

Abseits des Soundtracks macht die Inszenierung im Allgemeinen vieles richtig. Nur wenige Male nimmt der Film sich zu ernst und produziert Szenen, die eher peinlich als eindrucksvoll sind. Meistens jedoch ist Power Rangers sich der Absurdität seiner eigenen Geschichte bewusst und verbindet diese mit der richtigen Menge an Humor. Seitenhiebe in Richtung Transformers bleiben nicht aus und unterhalten auf ganzer Ebene. Die Effekte sind dabei solide und selbst offensive Product Placements regen eher zum Lachen an.

Power Rangers – Fazit – Fortsetzung gewünscht

Power Rangers Plakat
©Studiocanal
Power Rangers zeigt eine große Liebe für das Franchise. Das liegt sicherlich auch daran, dass hinter den Kulissen viele Beteiligte bereits bei der Serie mitgearbeitet hatten. Man lässt sich die nötige Zeit, hetzt nicht von Explosion zu Explosion und nimmt sich selbst nicht zu Ernst. Dadurch wird man fantastisch unterhalten, ohne dabei das eigene Gehirn auch nur minimal anzustrengen. Ein Film, der einem 90 Minuten leichte Unterhaltung gewährt und dabei noch an die unbeschwerte Kindheit erinnert, ist in meinen Augen immer eine Empfehlung. Wer die Power Rangers aber bereits als Kind nicht mochte, wird an diesem Film mit Sicherheit auch keinen Spaß finden.

Titel: Power Rangers
Laufzeit: 124 Minuten
FSK: ab 12 freigegeben
Autor: John Gatins
Regisseur: Dean Isrealite
Darsteller: Elizabeth Banks, Bryan Cranston, Naomi Scott, RJ Cyler, Ludi Lin, Becky G., Dacre Montgomery

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