Life – Der Mensch auf dem Prüfstand

Jake Gyllenhaal in Life
©Sony Pictures

Science Fiction befindet sich gerade in einer Hochphase. Sowohl im Kino als auch im TV-Bereich wird groß und vielfältig produziert, was den Fans nur zu Gute kommt. „Life“ – der neueste Vertreter im Bereich Sci Fi Horror – ist da keine Ausnahme. Großartig besetzt, hervorragend bebildert und eine auf das Wesentliche konzentrierte Story. „Life“ mag nicht der originellste Film seiner Zunft sein, aber er bietet genau das, was er verspricht: 100 Minuten Anspannung, 100 Minuten Überlebenskampf.

Irgendwo angesiedelt zwischen „Gravity“ und „Alien“, muss die Besetzung der ISS Proben vom Mars untersuchen. Überraschenderweise finden sie darin Bakterien, die all die Zeit überlebt haben. Die anfängliche Euphorie verfliegt, als das Alien ein Eigenleben entwickelt und so die gesamte Station in Gefahr bringt…

All das, was der Trailer und die Synopsis versprechen, hält der Film ein. Regisseur Daniel Espinosa richtet sein Augenmerk ganz auf den Thrill und sein ungewöhnliches Setting. Er nimmt sich den Drive eines „Gravity“ und mixt ihn munter mit den Elementen des Body Horror und eines „Alien“. In dieses Setting setzt er Stars der Marke Ryan Reynolds (The Voices), Jake Gyllenhaal (Prisoners) und Rebecca Ferguson (Mission Impossible – Rogue Nation). Das sorgt für eine gewisse Unvorhersehbarkeit und gleichzeitig für die nötige Erdung des Geschehens. Denn die wenigen Charaktermomente nutzen die Darsteller und verleihen ihren Figuren das nötige Leben.

Rebecca Ferguson in Life
Mitfiebern fällt also nicht schwer, was durch die fantastischen Einfälle unterstützt wird. Seien es visuelle Schmankerl im Produktdesign oder ungewöhnliche Crew-Tode – „Life“ ist mehr als bloßer Abklatsch bekannter Genregrößen. Der Weltraum wird zu einer tödlichen Falle, dem sich selbst ausgebildete Astronauten nicht entziehen können. Das freut den Zuschauer, denn der Überlebenskampf ist packend und zu weiten Teilen interessant inszeniert.

Life – Fazit

Life PosterLediglich das Design des Aliens untergräbt den eher realistischen Ansatz des Films teilweise. Fasziniert es noch am Anfang, rutscht es im letzten Drittel in B-Movie-Bereiche. Kamerafahrten aus der Sicht des Aliens fördern den „Snakes on a plane“-Effekt noch. Das ist aber schnell vergessen, sobald sich der Film wieder seinen Figuren zuwendet, die ihr Möglichstes tun, um zu überleben. „Life“ mag kein Meisterwerk sein, aber er ist in seinen besten Momenten voller Spannung und Dramatik.
Titel: Life
FSK: ab 12 freigegeben
Laufzeit: 103 Minuten
Regisseur: Daniel Espinosa
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Ryan Reynolds, Rebecca Ferguson, Hiroyuki Sanada

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