„Elliot, der Drache“ – eine sinnvolle Neuinterpretation oder einfach nur noch ein reboot?

Szene aus Elliot der Drache
© The Walt Disney Company Germany GmbH

Ich weiß gar nicht wie viele von euch das Original noch kennen. Dass Elliot ein CGI- Remake bekommen sollte, erfüllte mich zumindest mit Skepsis. Viele Zuschauer und eben auch viele Kritiker sind der Neuauflagen ehemals erfolgreicher Filme überdrüssig. „Ben Hur“ beweist momentan noch, dass Remakes auch häufig schlechter sein können als ihre Ursprünge. „Elliot, der Drache“ ist jedoch nicht schlechter als der 1977 erschienene „Elliot, das Schmunzelmonster“, er ist einfach anders.

Die Handlung ist schon grundverschieden.  Gemeinsam haben beide Filme nur die beiden Protagonisten. Pete ist gerade mit seinen Eltern in den Urlaub unterwegs, als die Familie einen Autounfall hat. Nur der vier Jahre alte Pete überlebt und trifft in den dichten amerikanischen Wäldern auf Elliot. Dieser ist weit glaubhafter dargestellt und deshalb gerade zu Beginn sehr bedrohlich. Doch die beiden finden zusammen und leben im Wald, bis dessen Abholzung Pete in Kontakt mit anderen Menschen bringt.

Die Geschichte ist düsterer und emotionaler als die des 1977 erschienen Films. Sie ist wundervoll erzählt und berührt damit erwachsene Zuschauer, bleibt jedoch auch spannend für die Zielgruppe. Zu kleinen Kindern würde ich diesen Film jedoch nicht zumuten, ab der 3.Klasse können die Kinder jedoch durchaus mit dem dargestellten umgehen.

Robert Redford in Elliot Der Drache
© The Walt Disney Company Germany GmbH

Musik spielt immer noch eine wichtige Rolle, Gesangsequenzen wurden jedoch zugunsten eines vornehmlich akustischen Folk-soundtracks gestrichten. Dieser ist dabei fantastisch in die Handlung integriert und unterstützt die dichte Atmosphäre des Films. Auch die Darsteller hätten hier noch einmal alle ein Lob verdient, besonders Robert Redford (All Is Lost) verkörpert seinen Charakter perfekt.

Elliot Der Drache – Fazit

So ist die Wandlung vom Schmunzelmonster zum Drachen mehr als geglückt. Sicherlich ist  „Elliot, der Drache“ ein Reboot eines erfolgreichen Kinderfilms, jedoch emanzipiert man sich hier dermaßen von der Vorlage, dass ein eigenständiger Film entsteht. Ein Film der die Magie des ersten Films würdig in die heutige Zeit übertragt und sowohl Kinder, als auch Eltern unterhält.

Elliot Der Drache Cover
© Walt DisneyCompany
BEWERTUNG: 8,5/10
Titel: Elliot, der Drache

FSK: ab 6 Jahren freigegeben
Laufzeit: 103 Minuten
Erscheinungsjahr: 2016
Autor: David Lowery, Toby Halbrooks

Regisseur: David Lowery

Darsteller:  Bryce Dallas Howard, Robert Redford, Karl Urban, Wes Bentley, Oakes Fegley

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