Blade of the Immortal – Japanische Blutwurst

Blade of the Immortal von Takashi Miike
Regie-Tausendsassa Takashi Miike taucht seine Bilder in blutrote Farbe und entfesselt in Blade of the Immortal ein Schwertergerassel par excellence. Sein hundertster Film geizt nicht mit umherfliegenden Körperteilen, großen Gesten und Pathos. Der Film kann seinen Manga-Ursprung zu keiner Zeit verstecken und sonnt sich viel mehr in der übertriebenen Darstellung seiner Gewalt. War 13 Assassins noch ein eher realistisch anmutendes Samurai-Epos, geht Miike hier den entgegengesetzten Weg.

Die Geschichte rund um den Samurai Manji ist ebenso dünn wie ausreichend. Durch Magie zu ewigem Leben verdammt, versucht Manji einem kleinen Mädchen zu helfen und gleichzeitig seiner Vergangenheit zu entfliehen. Das reicht Miike, um ganze Armeen gegen den unsterblichen Samurai aufstellen zu lassen, die alle einen grausamen Tod finden. Die Fantasy-Elemente der Geschichte fügen sich in diesen Wahnsinn aus Blut und Tod nahtlos ein. Leider aber ist auch ein aufsehenerregender Schwertkampf nach der zehnten Wiederholung vor allem eines: langweilig.

Blade of the Immortal schafft es nicht, für seine Charaktere Interesse zu entwickeln. Viel mehr noch sind die andauernden Kämpfe in ihrer Eintönigkeit ermüdend. Immer und immer wieder stellt sich der Antiheld einer Horde mieser Typen und immer und immer wieder sterben sie denselben Tod, ohne Varianz. Hier verliert sich der Film in seinen Blutfontänen und erinnert eher an das unangenehme Völlegefühl, das sich nach einem McDonalds-Besuch einstellt. Auf der Verpackung sieht alles viel überzeugender aus.

Blade of the Immortal – Fazit

Blade of the Immortal Poster
©Alive
So kann Blade of the Immortal nie an die großen Werke des Genre-Jongleurs heranreichen. Zu einfach die Geschichte, zu eintönig die Massaker mit einem höheren Body-Count als eine Runde CS: GO. Aber Miike wird sich davon nicht unterkriegen lassen. Denn die nächsten fünf Filme sind garantiert schon in Arbeit.

Titel:Blade of the Immortal
Laufzeit: 141 Minuten
FSK: ab 16 freigegeben
Regisseure: Takashi Miike
Darsteller: Hana Sugisaki, Sota Fukushi, Takuya Kimura, Erika Toda

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