Arsenal – Cage und Cusack im Jahr 2017

Universum Film
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Arsenal ist ein low-budget Actionthriller mit Nicolas Cage (Ghost Rider – Spirit of Vengeance) und John Cusack (Reclaim), der seit dem 10. November auf DVD und Blu-ray verfügbar ist. Im Kino gab es den Film von Regisseur Steven C. Miller in Deutschland nie zu sehen. Warum ein Film direkt für das Heimkino erscheint kann dabei viele Gründe haben. Oftmals liegt es am geringen Produktionsbudget, Strategien des Verleihs, oder schlicht an der speziellen Thematik. Hin und wieder werden diese Filme erst spät vom Zuschauer entdeckt und erlangen, Jahre nach ihrer Veröffentlichung, einen Kultfilmstatus. Ob dieser in Mississippi spielende Film über Familie und Gewalt ein ähnliches Schicksal erfahren wird, ist fraglich.

Dabei werden zwar Cusack und Cage prominent aufgeführt, spielen jedoch lediglich Nebenrollen im Südstaatenthriller. Der Film dreht sich eigentlich um die Brüder JP und Mickey. Während JP ein Vorzeigeleben führt, hat Mickey mit Drogen- und Geldproblemen zu kämpfen, die ihn schnell ins Visier von Gangsterboss Eddie King (Nicolas Cage) bringen. Was dann passiert wird niemanden überraschen.

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Innovationslosigkeit als Hauptmerkmal

Die Geschichte von Arsenal ist leider nicht im Geringsten innovativ. Problematisch wird das jedoch erst, wenn klar wird, dass auch keine Figur ansatzweise interessant ist. Jede Figur ist ein stereotypes Abziehbild ohne emotionale Tiefe oder die Chance auf Sympathie. Besonders die weiblichen Figuren kommen dabei schlecht weg. JPs Frau bekommt eine Textzeile, die zur Handlung beiträgt und muss ansonsten das Klischee der liebenden Ehefrau verkörpern. Cage bekommt mit seiner lächerlichen Kostümierung, trotz des wahllosen Einsatzes mehrerer Liter Kunstblut, nie eine Aura des Bedrohlichen. Cusacks Charakter verschwindet komplett in der eigenen Bedeutungslosigkeit.

Fazit

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Heimkinoveröffentlichungen sind immer ein Glücksspiel. Mal ist es der nächste Kultfilm, der vielleicht ganze Generationen prägen kann, mal ist es ein Film wie Arsenal. Nichts hebt diesen Film ab. Gerade der Handlungsort (Mississippi) hätte viele ästhetische Möglichkeiten gegeben, die alle leider nicht ausreichend genutzt wurden. Der Film ist inhaltlich und visuell langweilig und darf beim nächsten Filmkauf daher gerne übergangen werden

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